Werden schöne Menschen im Leben bevorzugt?

 

Welche Macht verbirgt sich hinter der Schönheit?

 

SpiegelEgal um was es sich handelt, wir Menschen trachten normalerweise immer nach dem Schönen in unserem Leben, sei es in der Kunst, Natur, Musik u. s. w. Wie sieht es aber mit den Menschen um uns herum aus? Bevorzugen Sie diejenigen, die Ihnen physisch gefallen oder doch lieber die weniger attraktiven Zeitgenossen?

In der Schule wird uns beigebracht, dass es nicht  fair ist, Menschen aufgrund ihres Aussehens zu diskriminieren. Doch ob bewusst oder unbewusst, die meisten tun es,  jeden Tag.

Im wirklichen Leben haben schöne Menschen einen Vorteil,  bei jedem Schritt, von der Wiege über Schule, Beruf und Liebe bis zur Behandlung in der Justiz. Es ist nicht fair, aber angeblich verständlich und natürlich.  Selbst in der Tierwelt sind die schönen Vögel privilegiert. Doch sollten wir uns wirklich mit der Tierwelt vergleichen?

Um zu verstehen, warum uns Schönheit so wichtig ist, sollten wir uns einmal vor Augen führen, warum wir so gerne schöne Menschen und Dinge sehen und Hören. Unsere Bindung an das Schöne ist von hedonistischer Natur d. h das Streben nach Lust, Freude und die Vermeidung von Schmerz.

Schönheit wirkt wie eine Droge

Psychologin Nancy Etcoff aus Massachusetts fand anhand bildgebender verfahren (Brain Imaging) des Gehirns folgendes heraus: Beim Betrachten schöner Dinge oder Gesichter werden im Menschlichen Gehirn Belohnungsschaltkreise aktiviert – die gleichen Areale, die Wohlgefühl und Freude signalisieren, wenn wir einen geliebten Menschen treffen, Geld gewonnen haben oder durch eine Droge in einen Rausch versetzt werden.

Bei positiven Erfahrungen  schüttet unser Gehirn durch chemische Prozesse körpereigene Opioide aus (verwandte von Opium und Co). Ähnlich wie bei einer Sucht verspüren wir Glücksgefühle und das Verlangen nach mehr.

Wie schön wir etwas oder jemanden finden, ist durch körpereigene Opioide beeinflussbar

Ein Experiment norwegischer Forscher belegt: Eine Dosis eines Opioids genügt, und schon erscheinen uns schöne Gesichter noch attraktiver. Probanden erhielten in einem Test eine Dosis des Opioids Morphin und empfanden die zuvor als attraktiv bewerteten Gesichter noch schöner. Wurden die Opioid-Rezeptoren dagegen blockiert, fanden die Probanden auch die schönsten Gesichter weniger attraktiv.

Wie schön wir einen Menschen finden ist der Studie nach also eine Sache der Hirnchemie – und damit über chemische Mittel beeinflussbar. Dieses leuchtet mir zwar ein, denn wer kennt nicht den Spruch “sich jemanden schön trinken” aber letztendlich möchten wir doch alle lieben und geliebt sein, ohne dass unsere ästhetische Wahrnehmung pharmakologisch manipuliert wurde.

 Hat Schönheit Nebenwirkungen?

Schönheit kann tatsächlich auch ein Nachteil sein, denn schöne Menschen werden nicht immer umringt und bewundert, sondern auch manchmal gemieden sei es aus Minderwertigkeitskomplexen oder Neid. Sie klagen oftmals darüber, dass sie nur nach ihrem Aussehen beurteilt werden und ihre anderen Werte nimmt kaum einer zur Kenntnis.

Es ist nachgewiesen, dass attraktive Frauen bei der Stellensuche oft das Nachsehen haben, welches aus folgendem Grund zustande kommt: In Firmeneigenen Personalabteilungen sitzen bis zu 85 % Frauen. Ihr Neid wird den Geschlechtsgenossinnen oft zum Verhängnis, indem sie “hässlichen Entlein” den Vorzug geben um so die Schönheitskonkurrenz in der Firma zu verhindern.

In externen Personalagenturen mit einem Frauenanteil von 96 % wurde kein Unterschied zwischen gut und weniger gutaussehenden Frauen festgestellt, da die Agentinnen ja nicht mit den schönen Frauen zusammenarbeiten würden.

Trotz all dieser Nachteile, mit denen sich die Schönen herumplagen müssen, würde sicherlich manch ein weniger formvollendete Mitmensch gerne tauschen.

Sind schöne Menschen gesünder?

Professor Michael S. Kalick der University of Massachusetts in Boston, führte 1998 eine umfangreiche Forschung durch, in welcher der Zusammenhang von körperlicher Attraktivität und Gesundheit untersucht wurde.

Zur Verfügung standen dem Forschungsteam 70 Jahre alte Fotografien von mehreren hundert Studenten aus Berkeley und Oakland samt deren Krankheitsgeschichten. Eine Gruppe von Freiwilligen, sollte nur anhand dieser Fotografien den Gesundheitszustand der ehemaligen Studenten beurteilen. Ergebnis: Die meisten sprachen den Hübschesten Studenten den besten Gesundheitszustand zu während sie davon ausgingen, dass die am wenigsten attraktiven auch die meisten Krankheiten aufweisen.

Als letztendlich Professor Kalick diese Bewertungen mit der tatsächlichen Krankheitsgeschichte der Studenten verglich, stellte sich heraus, dass sich die schönsten keineswegs besserer Gesundheit erfreuen durften und die am wenigsten attraktiven auch nicht kranker waren als der Durchschnitt.

Die Menschen neigen dazu Schönheit mit besseren Genen und Gesundheit gleichzusetzen. Diese Vorurteile sind jedoch falsch, wie diese Studie belegt. Allerdings gab es eine Gruppe von Erkrankungen, unter denen die weniger attraktiven häufiger litten: Psychische Erkrankungen. Die Rate der Depressionen und Angstzustände war unter ihnen höher, aber es ist sicherlich nicht das Ergebnis schlechter Gene als vielmehr  Stress und Dauerbelastungen durch Ablehnung und Beleidigungen, denen unattraktive Menschen in ihrem Leben ausgesetzt sind.

Das ist einer der Gründe, warum sich Millionen von Menschen Schönheitsoperationen unterziehen oder  für die ideale Figur hungern. Durch mehr Schönheit erhoffen sie sich einen höheren sozialen Status, bessere Noten in der Schule, reicheres Sexualleben, einen besseren Job, höhere Erträge und andere Vorteile. Es scheint in unserer Gesellschaft eine traurige Tatsche zu sein, diese Ziele eher mit Schönheit zu erreichen als mit Ehrlichkeit und Bildung.

Der Schlüssel der Schönheit, liegt in der Symmetrie

Abgesehen von gesellschaftlichen Idealen und persönlichem Geschmack, über den sich ja bekanntlich streiten lässt, gibt es doch ein bestimmtes Schönheitsmerkmal, das sich in  verschiedenen Kulturen gleichermaßen zeigt. Dieses Hauptmerkmal der visuellen Schönheit ist die Symmetrie.

Untersuchungen haben gezeigt, je mehr geometrische Regelmäßigkeiten Gesichter und Körper von Menschen zeigten, desto attraktiver wurden sie von anderen eingestuft. Es ist sogar festgestellt worden, dass Kleinkinder Fotos mit symmetrischen Gesichtern länger betrachteten als die mit asymmetrischen. Dies kann bedeuten, dass die Tendenz zur Symmetrie angeboren und nicht durch die Gesellschaft aufgezwungen ist.

Der Verbindung von Schönheit und Symmetrie begegnen wir überall in der Natur. Vom Bau sämtlicher Kristalle, die im Symmetrischen Verhältnis zueinander stehen, über niedere und höhere Lebewesen, bis in die Chromosomen und Gene finden wir eine sich auswirkende symmetrische Teilung, die Voraussetzung allen Wachstums ist. Das Prinzip der Symmetrie und Ordnung darf als Grundgesetz unserer irdisch-materiellen Welt angesehen werden.

Warum empfindet der Mensch Symmetrie schön?

Einige Wissenschaftler glauben, dass Symmetrie weniger geistige Anstrengung erfordert und das Auge sich nicht im Detail verliert, sondern das Gesamtbild als solches leichter erkennt. Unser Geist kann Formen die Regelmäßigkeiten und rhythmische Wiederholungen aufweisen, leichter wahrnehmen und verarbeiten als chaotische und unregelmäßige Objekte.

Aber hat Asymmetrie nicht auch ein Berechtigungsdasein in unserer dualen Welt so wie hell – dunkel, Materie – Antimaterie? Fakt ist, dass die Asymmetrie und ungleiche Größe der Gehirnhälften wesentliche Faktoren für den hohen Intelligenzgrad des Menschen sind.

Fazit: Die äussere Erscheinung ist wichtig. Achten Sie deshalb immer auf ein gepflegtes Äußeres durch: Körperliche Hygiene, richtige Ernährung und Sport. Dieses allein kann schon kleine Wunder vollbringen.

Doch niemand sollte sich  nur auf seine Äußeres verlassen, denn bekanntlich ist der Höhepunkt der Schönheit im 25 Lebensjahr erreicht. Was bleibt dann noch, wenn das höchste Gut dahinschwindet?

Das Magische Wort heißt: Persönlichkeit.

Damit ist auch die innere Schönheit oder Ausstrahlung eines Menschen gemeint, die von vielen als gehaltloser Kitsch für Romantiker gehalten wird. Was für ein fataler Fehler.

Ich kann es Ihnen nur ans Herz legen: Arbeiten Sie an Ihrer Persönlichkeit, ein Leben lang.

Durch Persönlichkeitsentwicklung lernen Sie ein selbstbewusster angenehmer Mensch zu werden, was Ihre wirklichen Ziele im Leben sind und wie Sie diese erreichen.

Wenn Sie ein gepflegtes Äußeres und eine positive Persönlichkeit haben, dann können Sie auch ohne Modelmaße oder sonstige Ideale für jemanden der schönste Mensch auf der Welt sein.

 

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